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Steilhänge von „Hochstein“ und „Hohe Fahrt“

Kerngebiet: „Steilhänge nördlich des Edersees“
Maßnahmenraum: „Edersee-Steilhänge“

Die „Steilhänge nördlich des Edersees“ mit ihren Urwaldrelikten sind ein Naturerbe von einzigartiger Bedeutung. Sie sollen auf Dauer erhalten und in ihren beeinträchtigten Bereichen wieder naturnah rückentwickelt werden. Die umfangreichen Vorarbeiten des Forstamtes Vöhl sind in die Planungen eingeflossen und münden nun in neue Maßnahmen des Projektes.

In den teils aus früherer Zeit forstlich geprägten Mischwäldern der Steilhänge von „Hochstein“ und „Hohe Fahrt“ liegen alte, ökologisch wertvolle Waldbereiche, Felsen und Blockhalden. Die naturnahen Buchen-, Eichen- und Eichen-Hainbuchenwälder sollen durch Zulassung der natürlichen Dynamik gesichert und in einen ökologisch optimalen Zustand versetzt werden. Ziel ist auch ein hoher Alt- und Totholzanteil.
Damit sich die Laubwaldanteile frei entfalten können, wurden in einem ersten Maßnahmenschritt nicht heimische bzw. nicht standortgerechte Baumarten behutsam unter Schonung von Felsen, Blockhalden und Totholz entnommen. Konkret wurden Roteichen, Douglasien, Lärchen und Kiefern aus Steilhanglagen vollständig entfernt, Traubeneichen und Rotbuchen freigestellt.

Unter großer körperlicher Anstrengung wurden biotopbeeinträchtigende Bäume mit der Motorsäge gefällt und herausgezogen. An den steilen Hängen wurde zudem forstliches Spezialgerät eingesetzt, dass mit Rückeschleppern gesichert werden musste. Die Anforderungen an die Technik waren hoch. Seilwinden mit Längen von mehr als 100 Metern wurden vollständig genutzt. Aufgrund des trockenen Frostes konnten die Arbeiten mit schwerem Gerät bodenschonend erfolgen. Die komplizierte und gefährliche Maßnahme konnte nur aufgrund der großen Erfahrungen der Mitarbeiter des Forstamtes Vöhl erfolgreich durchgeführt werden.

Waldarbeiter im Wald Waldarbeiten
Forstliches Spezialgerät Forstliches Spezialgerät
Rückeschlepper Rückeschlepper
Zaun aus Holz Zaun aus Holz